Autoren
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Gert Mac Keldey
geboren 1947 in Marburg an der Lahn. Autor mehrerer Gedichtbände, Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien.
Motto: »das Geschriebene ist das Gesagte, hätte ich mehr sagen wollen, hätte ich es geschrieben«. |
Frankfurter Rundschau:
» Gert Mac Keldey strebt bei seinen Gedichten Einfachheit an, ...auf das Wesentliche verknappt...«.
Evert Kwaadgras Grand East of the Netherlands:
»Beim Lesen seiner Gedichte des Bandes" die juden/sind unser/unglück/" fielen mir Zeilen von Heinrich Heine ein.«.
Oberhessische Presse:
»...was der Lyriker gelegentlich hinter fröhlich anmutenden Wortspielen versteckt, hat in der Regel hochpolitische Inhalte...«.
Rezensionen(Auswahl)
Artikel:"Das fehlende Wort: Mac Keldey publiziert Poetologie"
Artikel: "Kampf der Korrektheit: Die Juden sind unser Unglück"
Artikel:"Benn und Mac Keldey"
Artikel:"Über Grass geschimpft: wegen Unterstützungen einer Regierung"
Unveröffentlichter Originaltext
Benn Marburger Rede
keine leidenschaft aber eine so unendliche freundschaft und zärtlichkeit die zeit ist rum aber ich bin einverstanden damit wollen sie das bitte für sich behalten 27 jahre jünger ich finde es so niedrig noch zu leben "in jedem satz muss alles stehn" die krone der schöpfung das schwein der mensch zwang jeder zeile innen in einem ist es grau und fragwürdig und unaussprechbar satt habe ich den dreck den deutschen dreck meine eigentliche natur ist ja immer weiter das gänzliche alleinsein die einladung der belgischen regierung zum dichtertreffen eben so blöd wie bei uns ich habe keine lust die kunst ist die letzte metaphysische tätigkeit des europäischen nihilismus es ist dreck was sich heute als dichtung gegenseitig hochlobt und preiskrönt der tiefe u. echte drang des deutschtums zum analphabetentum aber eigentlich ist mein privates leben völlig undurchsichtig eine kontinuität aus lücken und verlusten keiner könnte von mir etwas erzählen extravaganter eindruck des lyrischen ich das gedicht kann gar nicht anders lauten als es eben lautet wenn es fertig ist las ich in hannover die marburger rede minister zu füßen
"die rücken sind wund du siehst die fliegen"
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